Aufzeichnungen über Mozarts distanzierte Theatralität
Heidelberg Internationaler Kongress 4-7 Oktober 2006
Akademie der Wissenschaften Heidelberg

Konstantinos Kakavelakis         

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Wie kann man Mozarts theatralische Pluralität,
Aktualität und noch geltende musikalische Dynamik erklären?
Handelt es sich um ein frühzeitiges Paradeigma der Überwindung
durch Amalgamierung des Ost West Antagonismus?
Eine musikalische Unterscheidung zwischen /natura naturans/ und /natura naturata/?
Bei Mozart  fühlt sich die Zeit der Musik mit einem merkwürdigen Spiel.
Seine Theatralität emanzipiert sich und entdeckt die Aufmerksamkeit
für die subjektive Zeit. Während sich seine Phantasie das Ideal
der deutschen Oper malt, verwandelt er die modischen nationalen Vorbilder
und öffnet ein beispieloses Fenster der Distanzierung.
Eine goldene Wende. Und doch wird er in seiner Zeit mißverstanden.
Mozart wagt aber jedoch eine neue Wahrnehmung vom Subjekt aus und sucht
die Einheit von unaufhebbar Widersprüchlichem in der Form. Dadurch führt
er die Eintracht der Gegensätze herbei. Der flüssige Wechsel zwischen
dramatischen, lyrischen, komischen, prosaischen und körperlichen
verrät in Mozarts Opern und instrumentaler Musik eine Überkreuzung verschiedener Tendenzen,
 deren Schemata unterschiedliche Morphe und Ideen koexistieren.
Der Brückenbauer Mozart sorgt über einen einmaligen
weltweiten musikalischen Dialog. Ein Dialog zwischen dem unterschiedlich Gesprochenen und Gesungenen
zwischen Logos (spermatikos) und Tönendes. Eine Rationalitaet die jedoch eine mythische Dimension hat.
Sie nähert die Natur. Die Ausmalung der Augenblick zwischen Vergangenheit und Zukunft signalisiert
in Mozarts Musik die Konzentration auf das Vorläufige.
Darin manifestiert sich der Übergang von der Natur zur Kunst oder anders erklärt, daß es sich nichts geben kann
was nur Natur oder nur Kunst ist, sondern, daß alles an beiden auf seine Weise teilhat.
Die heterogene Elemente in der Musik Mozarts und Ihre Koexistenz entlarven die Widersprüchichkeit der condition humaine.  
Das Referat erwähnt, daß die musikalische Theatralität Mozarts ein dauernder energetischer Klangzusammenhang bleibt.
Darin manifestiert sich als hergestelltes Gegenstand der das Prinzip der Bewegung in sich hat, aber auch als reine Zufall
eines dialogisierten unübersehbaren Spiels. Ihre algorithmische  Präzision manifestiert nicht die narzisstische Seite des kreativen Menschen
sondern den vom  Mensch gesuchte Konsens zwischen Wissenschaft und Kunst.