Wohin steuert die Musik?

KONSTANTINOS  D. KAKAVELAKIS
 

Die wichtige Frage bezüglich der Wirkung der Musik auf dem Menschen  scheint bis heute trotz der massiven Verbreitung der elektronischen Bearbeitungsmöglichkeiten und der Pluralisierung der Tonträger  nicht ausreichend geantwortet zu sein. Die vom Menschen vorgenommene Gestaltung bzw. Synthetisierung der  Schwingungen und Wellen (Tonsignale) und ihre Übertragung durch das Medium Luft bezeugt auf jeden Fall seit den Anfängen der Geschichte  energetische Inhalte, die im aristotelischen Sinn als Willensbestimmtheit menschlichen Verhaltens oder gemäß Gallilei als Erzeugung von Bewegung unter bestimmten Bedingungen interpetriert werden können.{1}Als Musik kann man heutzutage eine abstrakte oder konkrete hörbare  Form von sinnlich Erfassbarem und vom Menschen konstruierten Tonsignalen bezeichnen. Der Terminus ist nicht mehr mit den früheren Epochen der Menschheit vergleichbar. Soziale Wandlungen, soziale  Katastrophen (menschlich endogen), Naturkatastrophen und Naturereignisse (menschlich exogen),  neue Technologien und die Evolution beeinflußt ihre Form während der Jahrhunderte. Eine unsichtbare, unerklärbare innere Zweckmäßigkeit wohnt in der Kunstmusik ebenso wie in allen organischen Naturprodukten. Sie sind von sich selbst Ursache und Wirkung.
Die Idee des Ganzen als  höhere Abstraktion bestimmt die Form und Verbindung aller Teile der musikalischen Komposition. Als Verhalten des Daseins projiziert das musikalische Werk ein anthropologisch verwurzeltes Fundament in musikalische Ausdrucksformen. Das Musische ist während des Zeitwandels durch Gestaltwandel von einer primär sakral zu einer primär ästhetisch verstandenen Gesamtordnung  gekennzeichnet. Durch Nachahmung der Natur (Mimesis = tänzerisch darstellen) und die nachahmende Darstellung der gesamten Realität bauen Melos und Rhythmos die fundamentale Beziehung der menschlichen Seele mit der Natur auf.  Im Lauf der Zeit wird die starke Individualisierung der Form der Musik als Zeichen einer immer wachsenden Tendenz zur Abwertung der Tradition und Aufwertung des Profanen verstanden.
Schon in den Zeiten von Euripides beginnt die Melodie den Wortakzent nicht mehr zu berücksichtigen. Sie entwickelt sich selbständig. Die Form der gesamten Darbietung einer gesprochenen, gesungenen und getanzten Szene stand nicht mehr das Zentrum des Interesses. In der christlichen Neuzeit wird die platonische Kritik an der Lügenhaftigkeit der Dichter übernommen. Neue Ausdrucksformen ästhetischer Erfahrung werden entwickelt, die polemisch  der ästhetischen Auffassung der heidnischen Antike gegenüberstehen. Es wird heftig über die Wirkung der Musik und die Unkontrollierbarkeit ihrer Absichten diskutiert. In das musikalische Kunstwerk sollten neben dem ästhetischen Gebilde auch moralisch praktische und politische Diskurse gehören. Sie wirken als Einheit und bestimmen den Willen zur ästhetischen Tat, die aus der Sackgasse der unendlichen Negativität führen sollte. Im Subjekt selber entdeckt sich das Vermögen zur selbstreflexiven Produktion. Ein Übergang von der mimetischen Natur zur Reflexion. Die klingenden Elemente der Musik sind keine Wörter, die einzeln eine Bedeutung besitzen, sondern  erlangen Bedeutungen erst dadurch, weil sie Beziehungen bilden, in denen sich musikalische Intentionen realisieren. Die Musik kann sich mit Bedeutendem verbinden, nämlich mit Sprache oder mit außermusikalischen Parameter. Trotz dieser Verbindung die Musik bleibt direkt Nichtübersetzbar
Während der Entstehung der Mehrstimmigkeit im 9.Jahrhundert  geschieht eine Wandlung  im musikalischen Denken. Die Auffassung über die Universalien und die unterschiedlichen Strömungen innerhalb der Scholastik beeinflussen  die kompositorische Praxis. (Streit Thomas von Aquinos mit Duns Scotus über die Willensfreiheit ). Durchrationalisierheit unterdrückt den Fortschritt. Die wachsende Trennung des Wissens vom Glauben am Ende des Mittelalters bringt eine Krise mit sich.
Die Renaissance bereitet die Reformation und das Erwachen der Naturwissenschaft und die Emanzipation des Individuums. Die Musik wird von dieser Befreiung des Denkens auch beeinflußt.  In der Musik wird  experimentiert. Durch bewußte Improvisation wurden immer reicherer satztechnischer Gebilde entwickelt. Die Musik projiziert die Unendlichkeit der Welt. Die Welt gilt als unendlich dem Raume nach. Die Instrumentalmusik wird durch ihrer Trennung von der Vokalmusik respektiert. In Europa erscheint der Terminus Volksmusik. Seitdem spielt die Musik in allen sozialen Schichten eine wichtige aber unterschiedliche Rolle. Die instrumentale Musik brauchte ein Analogon zur Wortsprache eine Syntax. Tonbildungsregeln werden als transformationelle  Operationen innerhalb  Axiomen aufgefaßt., die als Eingabe ein Motiv geben und dieses in ein neues erweitertes Gestalt mit musikalisch vorsprachlichen, syntaktischen und festgelegten Eigenschaften überführen. Eine wortlose Transmission von gesteuerten Intentionen.

Das Wesen des  Bewußtseinsaktes  liegt in seinem Intentionalität beschlossen.  Es trägt in sich die Realität als das Sein  der raum-zeitlichen Welt.   Syntaktische  Strukturen der Musik sind interindividuell zusammengefaßt und in dieser ihrer Variabilität, Individualität und Vielfalt verbal nicht erfaßbar.

Laut Bertolt Brecht verlangt die stets sich verändernde Realität  nach einer stets veränderten Darstellungstechnik. Das gesellschaftliche Bewußtsein beeinflußt das Bewußtsein des einzelnen Menschen.In der heutigen Welt der Künstlichkeit (Symptom des technischen Fortschritts), die sich mit natürlichen Lebensformen vermischt,  wird der Mensch mit den Problemen der Technik der Phantomatik konfrontiert. Sie ersetzt die Wirklichkeit durch ihre Simulation. Durch die Verdrängung  der Realität wird eine illusionistische nicht realitätsbezogene Welt generiert. Darüber hinaus erhebt sich die Frage ob die musikalischen Simulakren die sich im Bereich des Hyperrealen sich bewegen echte oder unechte Gefühlswelten repräsentieren.
Reflektiert die Musik in der neuen Virtualität wirklich die vom Komponisten beabsichtigten Gefühlswelten? Virtuell sind Beziehungen, wenn die gegenseitige sinnlich-konkrete Wahrnehmung - als sozialer und subjektiver Kitt - nicht mehr notwendig für die Beziehung ist. Die Beziehung existiert quasi unabhängig von den Kommunikationspartnern und ist zeitlich-räumlich nicht synchronisiert.

Die verschiedenen Betrachtungsweisen der traditionellen musiksoziologischen Aussagen lassen sich auf  verschiedene Typen zurückzuführen.  Nach Adorno ist die musikalische Faktur gänzlich von Gesellschaftlichem durchzogen.  Die soziologische Analyse der Musik bedeutete für Th.W.Adorno gleichzeitig den Weg zu musiksoziologischem Erkenntnisgewinn. Der Künstler wird zum Seismographen der gesamtgesellschaftlichen Verfassung. Eine Ich du Beziehung stellt sich als Vorausetzung.  Erfoderlich für diese Methode ist eine umfassende musikalische Sachkenntnis. Th.W.Adorno betrachtete das musikalische Werk als Beweismaterial, das eine sozialkritische Untersuchung ermöglicht. Heute kann man diese Einsicht nicht mehr bedenkenlos akzeptieren. Die Epoche der Globalisierung impliziert eine Bewegung weg von der klassischen, soziologischen Idee einer 'Gesellschaft' als genau abgegrenztem System. Diese neuen zeitlichen und räumlichen Phänomene, die ein Resultat der Verdichtung von Distanzen und Zeiträumen sind, gehören zu den bedeutendsten Aspekten der Globalisierung.

Trotz des Globarisierungsprozesses bleibt eine allgemeingültige Reaktion bzw. Korrespondenz mit der Klangnatur (hier ist der Klang als Teil der Natur gemeint) ausgeschlossen. Im geschichtlichen Prozeß der Vielfalt von Naturkorrespondenzen erkennen wir zugleich  den Prozeß der kulturellen  Ausdifferenzierung der Gefühle, Stimmungen, Atmosphären, Befindlichkeiten. Diesbezüglich kann man die Kategorisierung der menschliche Gefühle nicht nach Kulturen vornehmen sondern nach Dinginformationen, Klimata und Landstrichen. Man spricht von einem unsichtbaren Netz von Korrespondenzen zwischen Gefühlen und Natur.  Da Musik einen intentionalen Charakter hat bewirkt eine kleine Weltveränderung. Durch Technik und Geräte läßt sich Ihre Wirkung verstärken. Ihre Strukturbildungen hinterlassen etwa in der Welt. Eine Morphologie von Mustern in der Zeit steht in engster Beziehung zur Musik Musik basiert auf Erzeugung und Wahrnehmung von temporalen Mustern und Meta-Mustern ( im Sinne der neuronalen Theorie) Durch Erkennung von Mustern der Rekurrenz - Neuronalen Erkennungs Funktionen, die Ähnlichkeit zeigen - (siehe auch die Beziehung des Rhythmos mit der Pulscodierung) kann der Mensch diversen Muster Topographien mit sozialisierende emotionale Instanzen schaffen und als eine aktive Handlung in die gemeinsame Umwelt übertragen.(transmittieren). (Vgl.Memetik) Man spricht in der Philosophie für lebenden geistigen Entitäten. (Hylozoismus)

In den moderneren Interpretationen sieht man in dieser  Prozedur der musikalischen Kommunikation die Manifestation einer generellen geistigen Energie, ein zielgerichtetes Handeln, daß die wirkungsvolle Auseinandersetzung mit der Umwelt ermöglicht.{2}. Woher entspringt  aber  diese menschliche Tätigkeit.? Zwischen unterschiedliedlichen Völkern  und Sitten besteht die Vorstellung, daß die Welt an sich durch Klang entstand und auch weiterhin durch Klang entsteht. Es wird behauptet, daß das  Entstehen ein sonores Ereignis ist. Dieses Phänomen ist gemäß der philosophischen Tradition im Gegensatz zum Menschen unsterblich und unverderblich.  In Roberts Fludds Utrisque Cosmi Historia gibt es ein Bild über das Einstimmen des Kosmos, das die Erde als Resonanzkörper eines Instruments zeigt, dessen Saiten von einer göttlichen Hand gestimmt werden. In der indischen anahata und in der westlichen Sphärenmusik hat der Mensch die Ureinheit gesucht, einen zentralen Ton, an dem alle anderen Schwingungen gemessen werden können. Der Mensch  steht  ständig suchend  in Wechselwirkung (3) mit der Natur und versucht sich durch seine  Stimme oder seine Instrumente mit ihr in Verbindung zu setzen. Er sucht in ihr die heilende Verbindung die im Griechischen durch das Wort syntonismos im Ausdruck kommt. {Vgl. Die Bedeutung über die Verschmelzung zwischen Instrumental und Sprachlaut auch in der Neuen Musik} Der Mensch sucht in der Natur ständig das verlorene sympathetische Naturverhältnis.(Ausgleich der entgegensetzten Kräfte der Natur). Der Anthropozentrismus der Griechen zeigte den Widerspruch der  Natur. Naturalia non sunt turpia. In der Tragödie Hypsipele betonte Euripides die doppelte Eigenschaft des Menschen. "denn nichts Naturgewolltes ist für die Menschen furchtbar". Der Mensch scheint, wie es Nietzsche scharfsinnig bemerkt, zweierlei zu sein. An sich eine naturnotwendige Äußerung der allgemeinen Naturkraft und für sich selbst ein freies Sein -Können.

Man entdeckt in dieser Bestrebung {bei der Wiedergewinnung einer verlorengegangenen einheitlichen Urkraft} eine Art ästhetische Konsumtion der Dinge im Dienst des Selbst - eine Art Narzißmus. Der wahre Narziß zeichnet sich dadurch aus, daß er nicht nur dem einen schönen Selbstbild verfallen ist, sondern tendenziell die ganze Welt als Projektionsfläche für seine Selbstbilder instrumentalisiert. Während der geheimen Verbindung mit der Natur findet eine Verwandlung bzw. kommunikative Prozedur  statt. Die sinnlichen Eindrücke der natürlichen Phänomene kristallisieren sich zur höheren Ganzheit. Während des Wahrnehmungsprozesses findet beim Menschen, wenn auch eine Hörinformation präsent ist, eine Umwandlung des Schallereignisses in elektrische Information statt. Das Schallereignis trifft als Reiz auf das Gehör, wandert durch das komplizierte System des Gehörs und wird uns schließlich als Hörereignis, als Empfindung bewußt. Von diesem Moment an darf  die akustische Übertragung nicht mehr nur als reine informative Transmission interpretiert werden. Eine organische noch höhere bzw. biologische Wandlung wird herausgebildet. Man spricht von einem wortlosen Wissen um die organische Erfahrung (Vgl.Langer). Der "Gehör" sollte als Organ der Vermittlung des Absoluten begriffen werden. Gehör und Gehirn gelten in der Theologie als Offenbarungsmedien. Obwohl musikalische Symbole keine buchstäbliche Bedeutung haben, können sie als repräsentative Symbole  direkt Erfahrungen aus dem emotionalen Bereich übermitteln, die nicht durch Sprache kommunizierbar sind. ...Wer nach Tiefenstrukturen in der Musik sucht wird leider in den unendlichen Relationen der Erscheinungen der vom Komponisten zusammengesetzten Gefühlsbeziehungen wie im Labyrinth die Orientierung   verlieren. In der heutigen Welt der Computersimulation spitz sich das Phänomen der Orientierungslosigkeit und die Diskussion über die Natur des verwendeten musikalischen Materials und der Form zu. Der Begriff des Werkes im Sinne Dahlhaus  ist nicht mehr die zentrale Kategorie der Musikhistorie. Der ideale Status des Kunstwerkes wird heute durch ready made Hybrid-Kompositionen ersetzt. Auch die Natürlichkeit des Klanges wird erobert.. Nationalbewußtsein in den Kompositionen spielt auch keine Rolle mehr wie in den Anfängen des 20.Jahrhunderts. auch die Abkehr vom "Internationalen Stil" und seiner Doktrin des postmodernen Funktionalismus ist inzwischen Vergangenheit. Die Mediamorphose der Musik setzt sich aber fort. Durch die elektroakustische  Verwandlung bzw. und der immer tieferen Verfeinerung verliert die Musik ihre auratische Einmaligkeit. Darüber hinaus ist die Rolle und die Funktion des musikalischen Werkes in eine neue Weise von Unklarheit eingetreten. Alles können zum Musikwerk werden. Die Zeit des robotoiden Menschen (4)(Bill Joy) liegt vor uns und nutzt die Fehler des avantgardistischen Denkens der Neuzeit nämlich nur eine eigene Hierarchie zu schaffen die selbst in ihrer Existenz bedroht war und der kulturellen Erhaltung bedarf. Sie scheitert, daß sie nur die Logik der Verneinung kennt. Dieses Scheitern entspringt von dem  tiefen gegenseitigen Unverstädnis zwischen den Vertretern der literarischen - geisteswissenschaftlichen  und der naturwissenschaftlichtechnischen Kultur. Aufgrund der Komplexität der menschlichen Wahrnehmung ist es nicht sicher ob sie in einem direkten oder indirektem Verhältnis zur Realität  steht (5). Heute wissen wir von den Errungenschaften der Medizinforschung, daß jede einzelne Zelle von uns mit benachbarten Zellen über Funksignale korrespondiert.    Materie definiert sich als eine Überlagerung kohärent schwingender Wellen, die zu Materie kondensieren. Es kann  auch gezeigt werden, daß es sich bei Biostrahlen oder Biophotonen, mit denen einzelne Zellen kommunizieren, genauso um Formen elektromagnetischer Longitudinalwellen handelt, wie bei der  Nervenleitung und der Signalverarbeitung im menschlichn Gehirn. Eine biologische Wirkung  ist daher auch nur von dieser Welle zu erwarten und nicht von der Hertzschen Welle, wie sie heute technisch nahezu lückenlos genutzt wird. Wir wissen auch über die Funktionalität von höher entwickelten Zellen, die  ihre Informationen verschlüsseln und schützen und in der Lage sind, zu erkennen, daß diese Strahlen nicht für sie bestimmt sein können; d.h. sie gehen auch nicht in Resonanz. (6) Die Reproduktion und artifizielle "Optimierung" menschlichen Geistes steht unter Kritik. In der Mentopolis von Marvin Minsky (7), ist es möglich , Hirnstrukturen von Menschen als Datensatz unsterblich zu machen und den biologischen  Tod zu besiegen Minsky glaubt so etwas wie die Seele gibt es nicht. Joseph Weizenbaum  hält aber den mechanistischen Intelligenzbegriff der KI-Forschung für  entscheidend zu simplifiziert. Er steht  der perversen, grandiosen Phantasie der künstlichen Intelligenz  kritisch gegenüber und plädiert für die Einführung eines ethischen Denkens in der naturwissenschaftlichen Planung.  Entsprechend ist die Notwendigkeit heute für ein ethisches Denken in der Musik zu sprechen und die Diskussion in Bezug auf die heutige musiktechnologische (8) Orientierung zu sprechen. Auf jeden Fall gibt es kein Entfliehen von dieser neuen Situation. Musik wird aufgrund ihrer Vieldeutigkeit ein wichtiger Rolle auch in die Zunkuft spielen. Die Zusammenarbeit einer mathematischen und musikalischen Poetologie eröffnet ein Tor "Jenseits des gewöhnlichen Zustands".
 

Fußnoten

1.Die immanente Bewegung der göttlichen Substanz ist  eine wesenhaft kausale, deren innere Entfaltung die ontologische Voraussetzung für die kreative Entfaltung  'nach außen' ist, in der die göttliche Substanz sich als Ursprung aller Substanzen im Sinne eines Welt-Continuums zeigt. (zurück)
2. An den derzeitigen Auffassungen über Schwingungen und Wellen werden die Zerrissenheit des physikalischen Weltbildes und die willkürliche Zerteilung der Natur in eine stoffliche und eine nichtstoffliche Materie sehr deutlich. (zurück)
3. Vgl:J.J.GIBSON Aktives Wahrnehmen vermittelt somit nicht nur Reize von außen, aus dem Lebensraum, sondern auch solche Reize, die sich das Individuum durch  beabsichtigte Bewegungen und Aktionen selbst setzt (zurück)
4. Im Magazin Wired verkündete Joy seine apokalyptischen Thesen. Sie lösten einen in der Computerindustrie seltenen philosophischen Diskurs aus. Joy meint Nanotchnik werde winzige Waffen produzieren, die unsere Existenz untergraben. Roboter werden Maschinen konstruieren, die Menschen zu Sklaven machen.(zurück)
5. Vgl. Searle,John: Das Rätsel des Bewußtseins: Biologie des Geistes - Mathematik des Seele, in: Lettre International, H. 32, 1. Vj. 1996, S. 34-43.(zurück)
6. Vgl P. Bieri hat vor einigen Jahren die These vertreten, daß Bewußtsein sei deshalb so rätselhaft, weil es funktionslos sei. Demgegenüber ist festzuhalten, daß das Bewußtsein eineÜberwachungsfunktion ausübt, daß es die Integration in ein einheitliches Erleben schafft (z.B. Dennett; anders akzentuiert: Metzinger, s. Bewußtsein), und daß es beim Menschen, der zum Teil dieselben funktionellen Systeme für die visuelle Wahrnehmung und die visuelle Vorstellung (etwa beim Erinnern) benutzt, die notwendige Unterscheidung zwischen den Realitäts- bzw. Aktualitätsmodi der von den kognitiven Prozessen bearbeiteten Daten auseinanderhalten hilft (Ich sehe das � ich stelle mir das so vor - ich erinnere mich daran). (zurück)
7. Marvin Minsky philosophiert über Mensch und Maschine, in: Übermorgen, 3. Jg., H. 7, 1991, S. 12-13, sowie Ders.: Mentopolis, Stuttgart 1990 (1985).  (zurück)
8. Man sollte heute auch das Musik Software nach Prinzipien einer höheren ästhetischen Bewußtheit und Nutzlichkeit beurteilen. (zurück)
 

Bibliographie

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